Leben im Werk

Wie vermittelt Peter Zumthor in seinem fünfbändigen catalogue raisonné das eigene architektonische Schaffen?

In jüngerer Zeit beginnt der 71-jährige Architekt Peter Zumthor Vorträge gerne mit einer Kindheitserinnerung. Er erzählt vom Gefühl, durch das Gras zu rennen, davon, wie die Sonne sich auf der Haut anfühlte und wie sie die Düfte aus der Wiesenlandschaft seiner Schweizer Heimat aufsteigen ließ. An solche Empfindungen denkt er also, wenn er über Architektur nachdenkt. 1988 schrieb er in einem seiner Schlüsseltexte, Eine Anschauung der Dinge, über die Zeit, in der er Architektur noch erlebte, ohne über sie nachzudenken: „Noch glaube ich, die Türklinke, jenes Stück Metall, geformt wie der Rücken eines Löffels, in meiner Hand zu verspüren. Ich fasste es an, wenn ich den Garten meiner Tante betrat. Noch heute erscheint mir jene Klinke wie ein besonderes Zeichen des Eintritts in eine Welt ver­schiedenartiger Stimmungen und Gerüche. Ich erinnere mich an das Geräusch der Kieselsteine unter meinen Füssen, an den milden Glanz des gewachsten Eichenholzes im Treppenhaus […].“

Was Zumthor von seinen Kollegen unterscheidet, ist eher das Fühlen als das Denken. Aus der Riege der bekannteren heute aktiven Architekten beharrt wohl nur Zumthor darauf, dass die Verkörperung der Erfahrung von Raum und Materialien die Grundlage jeglichen architektonischen Gestaltens zu sein habe. Bei Frank Gehry und Zaha Hadid ist Sinnlichkeit hingegen rein formaler Natur. Ihre Gebäude sind Objekte, die man wie Skulpturen wahrnimmt, sie sind in erster Linie als visuelle Sensationen konzipiert, nicht als Antworten auf die Feinheiten des alltäglichen Gebrauchs. Auch ein Architekt wie der US-Amerikaner Steven Holl mag der Erfahrung des Raums einen höheren Stellenwert beimessen als dessen Design. Aber selbst Holl – auch wenn er viel über die Wirkung von Architektur auf die Sinneswahrnehmung publiziert hat und seine Entwürfe in Aquarell fertigt – kann sich dem global herr­schenden Zwang, viel und schnell zu bauen, nicht entziehen; ja, er zählt sogar zu jenen Architekten, die sich im manischen chinesischen Bauboom am aggressivsten verhalten. Die meisten Architekten folgen den Vorgaben eines zahlenden Bauherrn. Zumthor dagegen vergisst gegenüber Journalisten selten zu erwähnen, dass er kein „Dienstleister“ ist. Er vergleicht sich eher mit einem Künstler, Dichter oder Musiker: Über die Materialbehandlung von Joseph Beuys hat er sich ebenso begeistert geäußert wie über den Sprachminimalismus eines William Carlos Williams oder die tektonische Transparenz Johann Sebastian Bachs.

Nach der Fertigstellung der Therme Vals im Schweizer Kanton Graubünden im Jahre 1996 – Zumthors bis heute bekanntestes Projekt – tauchten Aufnahmen dieses monastisch strengen Bades aus Stein weltweit in Architekturzeitschriften, Büchern und weiteren Medien auf. Über diese Therme wurde man allmählich auch auf die anderen Bauten aufmerksam. Seinerzeit hatte Zumthor erst eine Handvoll Projekte realisiert, doch selbst in den Fotografien vermittelten seine Gebäude der späten 1980er und frühen 90er Jahre eine unübersehbare wie ungreifbare Feierlichkeit – in einer Zeit, in der die Architektur die letzten Zuckungen der Postmoderne erlebte und nach wie vor mit dem Dekonstruktivismus rang, eine seltene Qualität. Zumthors Caplutta Sogn Benedetg (Kapelle des Heiligen Benedikt, Graubünden, 1988) wirkt in den Fotos von Hans Danuser, als habe eine Arche angelegt – jede Kontur, jede Öffnung, jede Rippe dieses winzigen Gebäudes scheint eine wohlüberlegte Funktion zu haben. Beim Kunsthaus Bregenz (1997) kam Zumthors leichtere Seite zum Tragen, auch wenn das Gebäude in seiner Präzision nicht weniger anspruchsvoll ist. Das Haus besteht aus vier überei­nander geschichteten Ebenen aus Beton mit zwischengeschalteten Lichtgaden. Diese aufgestapelten Galerieräume werden von einer Hülle aus verklammerten Milchglas­paneelen umschlossen, durch die das Tageslicht ins Innere strömen kann.

Zumthor wurde in Basel geboren, wo er – neben dem Pratt Institute, New York – auch studierte. Doch als Wohn- und Arbeitsort wählte er Haldenstein, ein ruhiges Dorf unweit von Chur. Längst gilt er als der Einsiedler unter den Architekten, als der präzise arbeitende Schweizer, der wenig und langsam baut, dies aber sehr gut. Er wurde mit den höchsten fachlichen Ehrungen bedacht, und seine unverwechselbaren tagebuchartigen Aufzeichnungen haben ihm in der internationalen Architekturszene große Bewunderung eingetragen. Journalisten haben ihm in ihren Formulierungen die höchsten Weihen verliehen: Besucher „pilgern“ zu seinen „bahnbrechenden Werken“, seinen in ihrer „Redlichkeit“ und „handwerklichen Qualität“ „kompromiss­losen“ Bauten. (Für architizer.com hat Conrad Newel einmal all die Zumthor-Superlative zusammengetragen und die Kritiker gebeten: „Hört auf mit der Zumthor-Verehrung!“)

Das vor kurzem bei Scheidegger & Spiess erschienene fünfbändige Werk­verzeichnis Peter Zumthor 1985-2013 (2014) dokumentiert die Produktion des Architekten in besagtem Zeitraum. Von den insgesamt 113 Projekten, an denen er seit 1968 gearbeitet hat – Wettbewerbsbeiträge, Renovierungen, Restaurierungen und Entwürfe für Neubauten –, verzeichnet der Katalog somit 43. Sie stammen alle aus der Zeit nach 1985 (als, so Zumthor, „ich begann, meinen eigenen Vorstellungen wieder zu vertrauen“); und nur 17 wurden als Bauten rea­lisiert. Die einzelnen Bände sind jeweils einem bestimmten Abschnitt gewidmet, für den Zumthor und sein langjähriger Mitarbeiter Thomas Durisch je acht bis zehn repräsentative Projekte auswählten, zu denen sie Texte, Collagen, Zeichnungen, Abbildungen von Modellen und – im Falle der wenigen gebauten Projekte – Fotografien zusammenstellten. Was dabei ausgelassen und was wie aufgenommen wurde, zeigt vielleicht eindrück­licher, wie raffiniert Zumthor vorgeht als manches, was aus den Projekten selbst herauszulesen ist. Zumthor begreift die physische Realität der Architektur als unersetzlichen Kernbes­tandteil menschlicher Existenz und als ein Mittel gegen die fehlende Authentizität des heutigen Lebens. „Alles, was über unsere persönlichen bio­grafischen Daten hinausgeht,“ schreibt er 1998, „erscheint vage, verschwommen und irgendwie unwirklich. Die Welt ist voll von Zeichen und Informationen, die für Dinge stehen, die niemand vollauf versteht, weil auch diese sich letztlich wiederum nur als Zeichen für andere Dinge erweisen.“ Doch Zumthors eigener Ruhm gründet auf Bauten an zum Teil sehr abgelegenen Orten – und damit auf deren er­folgreiche mediale Vermittlung. Er räumt ein, früher „heikel“ und „zögerlich“ gewesen zu sein, wenn es um die Dokumentation seiner Arbeit ging, er habe es vorgezogen, sie durch seine eigenen Texte und Vorträge zu vermitteln. Vor diesem Hintergrund erscheint das fünfbändige Werkverzeichnis nicht zuletzt als Eingeständnis eines Architekten in der Spätphase seines Schaffens, dass die mediale Darstellung von Bauten nicht zu einer verkümmerten, sondern lediglich zu einer anderen Erfahrung führt.

Nur wenige Architekten haben sich die Mühe gemacht, ihren eigenen catalogue raisonné zu erstellen; ebenso leben nur wenige Architekten in von ihnen selbst entworfenen Häusern (Zumthor tut es). Meist publizieren Architekten einen Band, wenn sie etwa ein Dutzend Projekte abgeschlossen haben, manche auch eine Monografie für jeden einzelnen Bau. Erst im hohen Alter verfasste der US-amerikanische Architekt Louis Sullivan eine Autobiografie, in der er die gesellschaftlichen und politischen Umstände seiner jungen Jahre bis zur Chicagoer Weltausstellung von 1893 behandelt; sein Schüler Frank Lloyd Wright schrieb seine Autobiografie, als er mit 65 Jahren bereits in selbstgewählter Abgeschiedenheit lebte. Neben Zumthor ist Le Corbusier vielleicht der bekannteste Architekt des letzten Jahrhunderts, der sein eigenes Werk­verzeichnis verfasst hat. (Zumthor hat sich übrigens gelegentlich mit Le Corbusier ver­glichen. Als der Autor Francesco Garutti ihn fragte, warum er sich die Mühe mache, 1:1-Modelle von architektonischen Details anzufertigen, antwortete Zumthor, als wolle er eine geistige Verwandtschaft unterstreichen, Le Corbusier habe das ebenfalls getan.)

Während das persönliche Erleben von Gebäuden dem Wetter und anderen Unwägbarkeiten ausgesetzt bleibt, erlaubt das Erleben von Architektur in einem Buch vollständige Kontrolle. Jeder der fünf Bände des Katalogs ist rund 160 Seiten stark und 24 × 30 cm groß. Sich selbst in solch einem Inventar des eigenen Lebenswerks zu entwerfen, muss ebenso befriedigend wie ernüchternd sein – man führt die gefeierten Erfolge auf, ruft sich aber auch die gescheiterten Projekte ins Gedächtnis. Jedes der behandelten 43 Projekte wird in einem kurzen, von Zumthor in der ersten Person geschriebenen Text vorgestellt; im Fall der nicht gebauten Projekte ist dabei oft ein bedauernder, enttäuschter Unterton zu vernehmen. Der 2003 vom Kloster Einsiedeln erhaltene Auftrag, auf der Insel Ufenau im Zürichsee ein Sommerrestaurant zu bauen, ist hier ein gutes Beispiel. Nachdem er den Verlauf des Projekts geschildert hat, erzählt Zumthor von den Gerichtsverfahren, die ihm die Klagen von Naturschützern eingebracht hatten; nach sieben Jahren musste er schließlich feststellen, dass laut Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts auf der Insel sowieso kein neues freistehendes Gebäude erbaut werden dürfe, auch nicht als Ersatz für einen wenig reizvollen Bau jüngeren Datums. In der Einleitung im ersten Band kehrt Zumthor entsprechend seine Verfahren und Rechtshändel wie eine Auszeichnung hervor: „[…] der Erfolg hat viele Väter. Diesen Satz habe ich oft mit Bitter­keit gesagt“, schreibt er im Hinblick auf den politischen Aufruhr rund um den Bau des Kunsthauses Bregenz, „[…] denn die schwierigen Jahre in Bregenz […] waren in der Folge auch belastende Jahre für meine Familie. Vor lauter Sorgen, so hat meine Frau mir später erzählt, war ich für sie und die Kinder oft kaum mehr ansprechbar. Heute ist die Bitterkeit […] fast ganz verschwunden […]. Heute denke ich, es sei gut, dass man gemeisterte Schwierigkeiten rasch vergisst und sich viele an dem Resultat freuen, auch frühere Angsthasen und Bedenkenträger. Das fertige Bauwerk ist dein bestes Argument, hat ein Bauherr einmal zu mir gesagt.“

1988 erteilte Zumthor dem Fotografen Hans Danuser den Auftrag, seine in den drei Jahren zuvor errichteten Gebäude zu fotografieren. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte sich Zumthor bereits sehr eingehend damit, wie Architektur Erinnerungen aufrufen und einen Sinn für Verortung vermitteln kann. Danuser, der damals für seine ausdrucksstarken Innenaufnahmen von Industriebauten bekannt war, machte von der Benedikts­kapelle in Graubünden sechs großformatige Schwarzweißfotos: eine Detailaufnahme der hölzernen Stützen der Kapelle, einen Blick vom Eingang in den Innenraum, die Reihen der akkurat aufgestellten, kargen Kirchenbänke, die Kapelle, die wie ein Getreidespeicher am Berghang steht, der wackelige Zaun am Fußweg neben dem vom Nebel verhüllten Gebäude und ein Detail des Holzfußbodens, auf der man Maserung und Färbung des Holzes erkennt. Diese Bilder haben unzweifelhaft eine besondere, kühl zurückhaltende Ausstrahlung. Sie sind atmosphärisch, sind es aber im Gegensatz zum Gebäude auf konstante und unveränderliche Art.

Thomas Durisch hatte, bevor er den neu vorliegenden Werkkatalog mit he­rausgab, 2007 eine Zumthor-Ausstellung im Kunsthaus Bregenz kuratiert, die sich über das gesamte Gebäude erstreckte. Im Erdgeschoss und in der obersten Etage waren Modelle, Skizzen und Pläne zu sehen, in den mittleren beiden Ebenen Video­installationen zu den realisierten Bauten Zumthors aus den Jahren 1986 bis 2007. Im Unterschied zur Fotografie ermöglicht es Video, die Erfahrung der räumlichen Umgebung in die Darstellung mit aufzunehmen: Sonnenlicht, das von einer vorüber­ziehenden Wolke verdunkelt wird, Verkehrsgeräusche und das sanfte Wiegen der Bäume – all das trägt dazu bei, die undefinierbare Atmosphäre der Bauten Zumthors nachvollziehbar zu machen. Bereits 2006 hatten die Künstler Nicole Six und Paul Petritsch im Kunsthaus eine ortsspezifische Videoinstallation mit dort aufgenommenen Videos realisiert. Auf ähnliche Weise platzierten sie für die Zumthor-Ausstellung in den beiden Geschossen jeweils sechs Leinwände. Auf jeder Leinwand waren lebensgroße statische Aufnahmen zu sehen, die mit sechs, in der gleichen Konfiguration vor jedem der Gebäude Zumthors auf­gestellten Kameras aufgenommen worden waren. Dabei zeigten die Kameras Unterschiedliches, etwa das Detail einer Wand oder eine Außenansicht. Jedes der Gebäude wurde so für jeweils ca. 40 Minuten ausgestellt – das Video auf der einen Etage begann etwa 20 Minuten nach dem auf der anderen Etage. Die Museumsbesucher konnten so im Ausstellungsraum weit aus­einander liegende Gebäude erleben. Videos im Originalmaßstab von Türen und Fenstern, be­gleitet von den zugehörigen Umgebungsgeräuschen, ver­mittelten einen Eindruck davon, wie es wäre, befände man sich tatsächlich am jeweiligen Ort. Wie in den Architekturfilmen von Heinz Emigholz zeigen längere Einstellungen von Gebäuden das Leben, das um sie herum abläuft. Doch in Wirklichkeit sitzt niemand ganz ruhig da und schaut zu, wie sich das Leben abspielt. Besucher oder Bewohner eines Gebäudes fassen es an, laufen um es herum, sie hören ihre eigenen Schritte, gehen in und durch das Haus, sie sind selbst Teil des Lebens, das in ihm stattfindet.

Man hat den Eindruck, dass die fünf Bände nicht für jeden beliebigen Leser bestimmt sind, sondern speziell für die, die bereits mit Zumthors Werk vertraut sind. So sind die Bilder, Zeichnungen und Skizzen durchweg nicht mit Bildunterschriften versehen. Nur bei wenigen Zeichnungen sind die Abmessungen angegeben, in den Plänen fehlt die Angabe der Himmelsrichtung, und anders als bei den meisten Architektur­büchern werden auch die vielen anderen Architekten nicht genannt, die mit Sicherheit an den Projekten mitgearbeitet haben. Eine kleine Skizze auf Seite 170 des vierten Bandes besteht aus sechs Kreisen in einem Rechteck, versehen mit wenig aufschluss­reichen Pfeilen und flüchtig notierten Nummern. Diese Zeichnung wirkt, wie viele andere in diesem Katalog, recht rätselhaft – die, die sich auskennen, mögen etwas darin erkennen, für die anderen bleibt sie nichts­sagend. Auf Seite 27 des ersten Bandes sehen wir die Schwarzweiß-Aufnahme einer Wand. Das Licht fällt von rechts ein; bei einem schattigen Streifen läuft ein vertikaler Riss durch den Putz. Viele der Abbildungen des Katalogs sind auf ähnliche Art suggestiv und zugleich unspezifisch. Es gibt eine Kluft zwischen dem Wunsch des Autors, eine bestimmte Stimmung zu vermitteln und der Möglichkeit für die Leser, sich darauf einzulassen. So werden viele von Zumthors berühmtesten öffentlichen Ge­bäuden – etwas die Therme Vals oder das Kunsthaus Bregenz – als menschenleere Räume gezeigt. Und die Fotos der Senioren-Apartments in einem Vorort von Chur (1993), die Zumthor im Begleittext so lebendig beschreibt, erscheinen gespenstisch leer, als wären die Bewohner evakuiert worden.

Man sollte diesen Katalog weniger als akademische Abhandlung und mehr als persönliches Zeugnis verstehen. Derart betrachtet, wird man mit einem Gefühl tiefer Sympathie belohnt; als Fachbuch gesehen, bleibt der Katalog intellektuell eher enttäuschend. Für Zumthor gibt es keine Trennung zwischen Leben und Werk. Er lebt und arbeitet im selben Gebäudekomplex, seine Architekten, die aus aller Herren Länder stammen, arbeiten bei ihm zu Hause. Letztlich hat man es hier mit einer vormodernen Einheit zu tun, einem vertrauten Neben­einander von Arbeit und Freizeit, öffentlich und privat – wie bei einem Bauern; vielleicht ja das, wovon viele Großstadtmenschen und Architekten heimlich träumen. Der Katalog ist somit nicht nur Kompendium des Lebenswerks eines Architekten, sondern ebenso sehr Familienalbum. Als wolle Zumthor dies unmissverständlich deutlich machen, hat er jeden Band einem seiner Enkelkinder gewidmet.
Übersetzt von Michael Müller

Carson Chan ist Autor und Kurator für Architektur. Er war einer der Kuratoren der 4. Biennale von Marrakesch (2012) und Executive Curator der Biennial of the Americas in Denver (2013). Zurzeit arbeitet er an der Princeton University an seiner Dissertation im Fach Architektur.

Ausgabe 15

First published in Ausgabe 15

Juni - August 2014

Most Read

Ahead of ARCOMadrid this week, a guide to the best institutional shows in the city
At La Panacée, Montpellier, Nicolas Bourriaud’s manifesto for a new movement and attempt to demarcate an artistic peer...
A report commissioned by the museum claims Raicovich ‘misled’ the board; she disputes the investigation’s claims
In further news: Jef Geys (1934–2018); and Hirshhorn postpones Krzysztof Wodiczko projection after Florida shooting
If the city’s pivot to contemporary art was first realized by landmark construction, then what comes after might not...
Ignoring its faux-dissident title, this year's edition at the New Museum displays a repertoire that is folky, angry,...
An insight into royal aesthetics's double nature: Charles I’s tastes and habits emerge as never before at London’s...
In other news: Artforum responds to #NotSurprised call for boycott of the magazine; Maria Balshaw apologizes for...
At transmediale in Berlin, contesting exclusionary language from the alt-right to offshore finance
From Shanghai to Dubai, a new history charts the frontiers where underground scenes battle big business for electronic...
Hauser & Wirth Somerset, Bruton, UK
Zihan Karim, Various Way of Departure, 2017, video still. Courtesy: Samdani Art Foundation
Can an alternative arts network, unmediated by the West's commercial capitals and burgeoning arts economies of China...
‘That moment, that smile’: collaborators of the filmmaker pay tribute to a force in California's film and music scenes...
In further news: We Are Not Surprised collective calls for boycott of Artforum, accuses it of 'empty politics'; Frida...
We Are Not Surprised group calls for the magazine to remove Knight Landesman as co-owner and withdraw move to dismiss...
Paul Thomas Anderson's latest film is both gorgeous and troubling in equal measure
With Zona Maco opening in the city today, a guide to the best exhibitions across the Mexican capital
The question at the heart of Manchester Art Gallery’s artwork removal: what are the risks when cultural programming...
In further news: Sonia Boyce explains removal of Manchester Art Gallery’s nude nymphs; Creative Scotland responds to...
Ahead of the India Art Fair running this weekend in the capital, a guide to the best shows to see around town
The gallery argues that the funding body is no longer supportive of institutions that maintain a principled refusal of...
The Dutch museum’s decision to remove a bust of its namesake is part of a wider reconsideration of colonial histories,...
At New York’s Metrograph, a diverse film programme addresses a ‘central problem’ of feminist filmmaking
Ronald Jones pays tribute to a rare critic, art historian, teacher and friend who coined the term Post-Minimalism
In further news: curators rally behind Laura Raicovich; Glasgow's Transmission Gallery responds to loss of Creative...
Nottingham Contemporary, UK
‘An artist in a proud and profound sense, whether he liked it or not’ – a tribute by Michael Bracewell
Ahead of a show at Amsterdam’s EYE Filmmuseum, how the documentarian’s wandering gaze takes in China’s landscapes of...
In further news: Stedelijk explains why it cancelled Ettore Sottsass retrospective; US National Gallery of Art cancels...
With 11 of her works on show at the Musée d'Orsay, one of the most underrated artists in modern European history is...
Reopening after a two-year hiatus, London’s brutalist landmark is more than a match for the photographer’s blockbuster...
What the Google Arts & Culture app tells us about our selfie obsession
At a time of #metoo fearlessness, a collection of female critics interrogate their own fandom for music’s most...
A rare, in-depth interview with fashion designer Jil Sander

Latest Magazines

frieze magazine

November - December 2017

frieze magazine

January - February 2018

frieze magazine

March 2018